Erfahrungen mit dem Familienbett

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Als unser Sohn auf die Welt kam, lag er ihm Krankenhaus, in dem wir zwei Tage lang waren, in einem eigenen Bettchen. Ich kam nicht auf die Idee, ihn dort rauszunehmen und hatte auch Angst, dass er aus meinem Bett fallen würde.

Zu Hause dann stand eine geliehene Wiege. Die war tagsüber schon sehr praktisch, weil er wegen seiner anstrengenden Geburt in den ersten Wochen viel geschlafen hat.

Nur nachts war das schwierig. Wie sollte ich stillen und das schlafende Kind wieder in die Wiege hineinbekommen? Dann wachte er nämlich immer wieder auf. Also schlief er zunächst auf etwa einer halben Erwachsenenmatratze mit seiner eigenen Decke. Er wachte immer etwa 2 Mal nachts auf, doch das wurde schnell mehr, weil immer etwas Neues dazu kam: Entwicklungssprung, Zähne, Erkältung. Als er dann größer und "robuster" wurde, zog ich ihn dann zu mir, wenn ich ihn stillte und wir schliefen beide, Brust an Mund, weiter. Anfangs war das auch schlicht und einfach deshalb so, weil ich, bevor ich ihn in seine Wiege legen konnte, schon wieder eingeschlafen war.

Doch dann wurde er mobiler und fiel einmal aus dem Bett. Das war schon ein Schock, und wir ließen ihn nie unbeaufsichtigt im Bett. Doch er fiel trotzdem noch einmal raus. Also haben wir kurzerhand das Bettgestell, und mittlerweile auch die Lattenroste entfernt. Nun kann Alexander immer ins Bett krabbeln, wenn er möchte, zum Kuscheln, Toben und natürlich auch zum Schlafen.

Alexander wacht noch ca. zwei bis dreimal nachts auf, beim Zahnen oder bei einer Erkältung auch häufiger. Ich wüsste nicht, was ich ohne das Familienbett machen würde und kann mir nicht vorstellen, wie man so viele Male nachts aufstehen kann. Das stelle ich mir sehr stressig vor.

Inzwischen haben wir auch ein Kinderbett geschenkt bekommen, dessen Gestell aber sicher noch einige Zeit unbenutzt im Keller stehen wird. Aber die Kindermatratze liegt neben unsere,r und er schläft dort immer in der ersten Hälfte der Nacht, bis er aufwacht zum Stillen.

Auch meinem Mann gefällt das Familienbett, und es passiert nicht selten, dass ich morgens aufwache, und Alexander liegt nicht bei mir, sondern an seinen Papa gekuschelt.

Die meisten Leute kritisieren uns nicht offen, doch man merkt, dass sie es nicht gutheißen, z.B. indem sie gar nichts sagen oder sich lustig machen. Mein Vater zum Beispiel macht schon mal einen Scherz, doch er sieht ja seinen Enkel glücklich aufwachsen, deswegen würde er uns nie reinreden.

 

© 2002 Janina

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